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Bürger-Solarpark in Ainring/Mitterfelden offiziell in Betrieb genommen

Bürgermeister Öttl löst ein zentrales Versprechen zur dezentralen Energieerzeugung mit Bürgerbeteiligung ein

Mit der symbolischen Inbetriebnahme des Bürger-Solarparks in Ainring/Mitterfelden speist seit kurzem ein absolutes Vorzeigeprojekt in Sachen dezentraler Energieerzeugung in Bürgerhand nachhaltig erzeugte Energie ins regionale Stromnetz ein. Gemeinsam mit Bürgermeister Martin Öttl und Bauamtsleiter Thomas Fuchs sowie den Vorständen der VR EnergieGenossenschaft Norbert Zollhauser und Jürgen Hubel wurde damit die erste PV-Freiflächenanlage im Gemeindegebiet Ainring in den Regelbetrieb übernommen.

Der Bürger-Solarpark entstand auf einer Fläche von 3,6 Hektar und verfügt über eine installierte Leistung von 4.000 kWp. Mit einer jährlichen Stromproduktion von 4.400.000 kWh können rund 1.500 Drei-Personen-Haushalte versorgt werden. Durch die Anlage werden jährlich etwa 2.200 Tonnen CO₂ eingespart.

„Schon vor einigen Jahren habe ich mit einem Freund darüber philosophiert, im Rahmen einer genossenschaftlichen Lösung in erneuerbare Energien zu investieren. Dies ist nun mit diesem komplett abgeschlossenen Leuchtturm-Projekt Realität geworden. Damit kommen wir in der Gemeinde Ainring unserem Ziel, bis zum Jahr 2030 mindestens 80% des Stromverbrauchs aus nachhaltigen Stromquellen zu erzeugen, einen entscheidenden Schritt näher“, unterstreicht Bürgermeister Martin Öttl.

Vorstand der Energiegenossenschaft Norbert Zollhauser betont, dass es sich bei dem Projekt in Bürgerhand um ein absolutes Vorzeigeprojekt für den ganzen Landkreis handelt und hofft, dass damit der Aufbruch zu weiteren Bürgerenergie-Projekte in den Landkreis-Gemeinden gelingt. Denn nur damit kann der immer noch unterdurchschnittliche Anteil der Erneuerbaren Energien im Berchtesgadener Land den gesetzten Zielen näherkommen. Die Gemeinde Ainring geht hier als Leuchtturm voraus, ergänzt Norbert Zollhauer im Gespräch.

Die VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG bot allen Ainringer Bürgerinnen und Bürgern bis Ende letzten Jahres eine finanzielle Beteiligung an dem 2-Millionen-Euro-Projekt an. Das Interesse war groß: Von inzwischen über 1.100 Genossenschaftsmitgliedern stammen 365 aus Ainring.

Der neue Solarpark ist ein Paradebeispiel dafür, wie Bürgerenergieprojekte die regionale Wertschöpfung stärken und einen wichtigen Beitrag zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen leisten.

Eckpunkte zur geplanten PV-Anlage:

  • 4.000 kWp Freiflächenanlage auf 3,6 Hektar Fläche
  • kalk. Gesamtinvestition = 2 Mio. €
  • jährliche Strom-Erzeugung = 4.400.000 kWh
  • jährliche CO²-Vermeidung = 2.200 Tonnen
  • Strom für ca. 1.500 Drei-Personen Haushalte
  • Bauamtsleiter Thomas Fuchs, Bürgermeister Martin Öttl, Vorstand Jürgen Hubel und Vorstand Norbert Zollhauser (v.l.n.r)
  • Drohnenaufnahme Bürgersolarpark Ainring
  • Inbetriebnahme Bürgersolarpark Ainring
  • Besichtigung des Bürgersolarparks Ainring
  • Bild: Bauamtsleiter Thomas Fuchs, Bürgermeister Martin Öttl, Vorstand Jürgen Hubel und Vorstand Norbert Zollhauser (v.l.n.r)