Niedrigzins

Investmentfonds können eine Alternative sein

Noch nie war das Zinsniveau in Deutschland so niedrig wie heute. Das bereitet Sparern und Anlegern Sorgen, denn es gibt keine lohnenden Zinsanlagen mehr. Investmentfonds investieren an den Kapitalmärkten. Das bietet gute Aussichten auf angemessene Erträge.

Vor 50 Jahren hatten Sparer noch ihre Freude. 1969 lag der Sparzins bei 3,5 Prozent, Anfang 1970 bei 4,5 und ein Jahr später sogar bei fünf Prozent, zeigt die Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank von Juli 2019. Ganz anders die Situation heute: Die Zinsen bewegen sich an der Nulllinie. Und der Ausblick ist ernüchternd: Nach Einschätzung des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken im August 2019 ist in den nächsten fünf Jahren kaum mehr mit einer Zinswende in Europa zu rechnen.

Sparer und Anleger müssen sich folglich von vergangenen Zeiten verabschieden, wollen sie bei ihren Geldanlagen schon heute unterm Strich keine Verluste machen. Dazu rät Armin Balzer, Vermögensberater bei der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG: Statt auf Sparbuch und Festgeld zu setzen, zielen Sie besser auf funktionierende Ertragsquellen. Und passen Sie Ihre Vermögensstruktur an, wenn sich neue Möglichkeiten ergeben oder bisherige Ertragschancen ausfallen. Die Stichworte, auf die es heute bei Geldanlagen ankommt, lauten: weltweit, diversifiziert und langfristig anlegen.

Raus aus der Komfortzone Sparbuch

Damals, vor rund einem halben Jahrhundert, waren mit Zinsanlagen durchaus lohnende Erträge zu erzielen. Und so dachte kaum jemand daran, in Aktien zu investieren. Heute gelten Aktien neben Immobilien und Rohstoffen als attraktive Anlagebausteine. Armin Balzer erklärt: Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld sind chancenorientierte Geldanlagen mit Aktien attraktiv. Vor allem dann, wenn Sparer ihr Geld nicht nur drei oder fünf Jahre anlegen, sondern langfristig. Allerdings sei das Kurspotenzial aufgrund des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums mittlerweile begrenzt. Mehr denn je komme es deshalb auf die Auswahl der richtigen Märkte und Einzeltitel an. Dann ist gut aufgestellt, wer geeignete Fonds besitzt. Denn die richtige Titelauswahl übernehmen spezialisierte Fondsmanager, unterstützt von Analyseteams und erfahrenen Anlagestrategen, wie etwa bei Union Investment, dem Fondspartner der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG. Sie passen die Fonds laufend an neue Marktsituationen an. Bei diesem Punkt erwähnt der Vermögensberater auch die Risiken solcher Geldanlagen, wie etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen oder das Ertragsrisiko.

Wichtig zu wissen: Wer von anderen Anlageformen in Fonds wechseln möchte, kann dies auch nach und nach tun, erläutert der Vermögensberater weiter. Etwa, indem man zunächst nur einen kleinen Teil seines Geldes umschichtet. Eine andere Möglichkeit seien Fondssparpläne. Armin Balzer erklärt: Fondssparpläne gibt es schon ab 25 Euro monatliche Einzahlung. Sie sind langfristig ausgelegt, dennoch bleiben Sparer flexibel. Denn die Sparraten lassen sich einfach senken und steigern oder auch aussetzen. Und mit einem Fondssparplan sei auch der richtige Einstiegszeitpunkt kein Problem, obgleich nicht auszuschließen sei, am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung zu haben als insgesamt eingezahlt wurde beziehungsweise dass die Sparziele nicht erreicht werden können. Sparer können aber hier den Durchschnittspreiseffekt nutzen. Bei gleichbleibenden Sparbeträgen kaufen sie bei niedrigen Kursen mehr, bei höheren weniger Fondsanteile. Dies könne sich auf lange Sicht bemerkbar machen. Das gilt besonders beim Sparen in Aktienfonds. Diese schwanken zwar naturgemäß stärker, können langfristig gesehen aber gute Ertragschancen bieten, macht Armin Balzer deutlich. Gerade junge Menschen, die früh mit dem Sparen beginnen, können davon profitieren. Ob Sie sich für Investmentfonds entscheiden sollten und ob sich diese für die individuelle Geldanlage eignen, besprechen Sie am besten bei der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG. Über Chancen und Risiken oder auch Alternativen informiert Armin Balzer gern und gibt Interessenten Unterlagen etwa wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Anlagebedingungen mit.