Vom Westerwald in die ganze Welt

Genossenschaftsidee zum Kulturerbe erklärt

Das hätten sich Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch vor gut 150 Jahren wohl nicht träumen lassen: Ihre Idee, die Not der armen Bevölkerung im Westerwald und in Sachsen durch die Gründung von  Kredit- und Produktivgenossenschaften zu bekämpfen, ist heute weltweit verbreitet und bewährt.

Als erster deutscher Beitrag wurden Idee und Praxis der Genossenschaft in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Genossenschaft ist eine allen offenstehende Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation, ein Modell zur kooperativen Selbsthilfe und Selbstverantwortung.

Mit ihrer Entscheidung würdigt die UNESCO die Pioniere des deutschen Genossenschaftswesens,  Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, deren Idee auch heute noch von ungebrochener Überzeugungskraft ist. Weltweit gibt es laut UN rund 2,6 Millionen Genossenschaften, die nach den Urprinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung organisiert sind. In Bayern gibt es 1.294 Genossenschaften, die ihren 2,9 Millionen Mitgliedern gehören. Ob Banken, Landwirtschaft, Handwerk oder Dienstleistungen - es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, in dem die seit mehr als 150 Jahren bewährte Genossenschaftsidee nicht gelebt wird. Auch Ihre Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost gehört dazu.