Brunnen zu Ehren des Genossenschaftsbegründers erweitert

Das Jahr 2018 steht ganz im Zeichen des Jubiläums des Gründers der Genossenschaftsidee: Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Seine Idee „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ entstand aus den großen Herausforderungen, vor denen er 1845 mit nur 27 Jahren als Bürgermeister von Weyerbusch im Westerwald stand. Raiffeisens Idee entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolgsmodell und ist auch im Zeitalter der Digitalisierung noch topaktuell. Allein in Deutschland sind mehr als 22 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft.

2016 wurde die Genossenschaftsidee von der UNESCO in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Genossenschaften in unserer Region stehen für faire Finanzberatung, nachhaltige Landwirtschaft, umweltfreundliche Energieversorgung und bezahlbaren Wohnraum. Am 30. März 2018 jährte sich der Geburtstag des Reformers zum 200. Mal. In dieser Zeit fiel auch der Entschluss, den Brunnen vor der Zentrale der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost in Bad Reichenhall um eine Büste Raiffeisens zu ergänzen und so beiden Genossenschafts-Vätern, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, die Ehre zu erweisen.

Für die künstlerische Umsetzung konnte der heimische Bildhauer Gerhard Passens, ehemaliger Leiter der Schnitzschule Berchtesgaden, gewonnen werden. Zusammen mit den Bankvorständen Josef Frauenlob (Vorsitzender), Franz Brecht (stv. Vorsitzender), Jürgen Hubel, Albert Pastötter sowie Vorstandsreferent Franz Gsinn und Rolf Hasslach, von dem die Anregung kam, wurde die Büste F. W. Raiffeisens enthüllt.

Auf dem Bild (v. l.): Albert Pastötter, Franz Brecht, Jürgen Hubel, Josef Frauenlob, Gerhard Passens, Rolf Hasslach und Franz Gsinn.