Grenzübergreifende Themen besprochen

Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin bei Frühjahrstagung des Wirtschaftsbeirates

Es gibt eine Vielzahl von Problemen im Bereich der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land/Traunstein, die am besten gemeinsam in grenzüberschreitender Zusammenarbeit angepackt und gelöst werden könnten. Das hat die Bezirksgruppe Berchtesgadener Land/Traunstein des Wirtschaftsbeirates Bayern laut ihrem Vorsitzenden Dr. Michael Elsen dazu bewogen, die Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler zu seiner Frühjahrstagung im Saal der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost einzuladen.

Freuten sich über intensive Gespräche: Direktor Josef Frauenlob von der VR Bank, Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler, der Traunsteiner Altlandrat Hermann Steinmaßl, Bezirksgruppen-Vorsitzender Dr. Michael Elsen, Bankvorstand Direktor Jürgen Hubel und der Generalsekretär des Wirtschaftsbeirates Bayern, Dr. Jürgen Hofmann.

In ihrem Referat sprach die Grünen-Politikerin aus dem Salzburger Land Themen an, die beide Seiten diesseits und jenseits der Saalach beschäftigten. Dabei ging es unter anderem um das Thema Kaufkraftverschiebungen durch die großen Einkaufszentren jenseits der Grenze. Das Geständnis, das man hier wohl über das Ziel hinausgeschossen sei und künftig eher restriktiv vorgehen müsse, fand Zustimmung bei den Teilnehmern der Frühjahrstagung.

Auch die Saalach, die seit 200 Jahren die Grenze zwischen Bayern und dem benachbarten Salzburg markiert, war Thema der Veranstaltung. Zum einen ging es um weitere Brückenbauten, wie sie sich etwa die Stadt Laufen wünscht. Zum anderen war es die künftige Gestaltung der Flusslandschaft, die nach bayerischer Ansicht auch die Nutzung der Wasserkraft berücksichtigen muss. Bei diesen Themen zeigte sich die Salzburger Politikerin weniger kompromissbereit. Nicht sehr glücklich zeigte sich Dr. Rössler auch über den Abbruch des Geothermieprojektes durch die Salzburg AG.

 

Die Grünen-Politikerin im Gespräch mit der Bayernwelle Südost.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es wünschenswert wäre, wenn die Salzburger Seite bei ihren Planungen die Interessen der bayerischen Seite künftig stärker berücksichtigen würde und so den Weg des Kompromisses statt der Konfrontation gehen würde.

Nach lebhafter Diskussion äußerte Dr. Michael Elsen in seinem Schlusswort die Hoffnung, mit der Einladung der Landeshauptmann-Stellvertreterin und der Veranstaltung eine Tür zu weiteren Gesprächen aufgestoßen zu haben.

 

Quelle: Dieter Moosleitner