VR Interview

23.12.2020 – Jahresrückblick und Ausblick auf 2021

OVB24: Seit bereits Anfang 2020 hält Corona die Welt unter Kontrolle. Viele Bereiche des alltäglichen Lebens wurden immer wieder durch Maßnahmen beschränkt. Kein leichtes Jahr – für niemanden. Noch nie war alles so ungewiss und unplanbar wie heuer. Auch für die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost kein Jahr wie sonst. Deshalb möchten wir nun gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Josef Frauenlob zurückblicken. Herr Frauenlob, wie sehen Sie und die Bank zurück auf das vergangene Jahr?

Direktor Josef Frauenlob – Vorstandsvorsitzender

Josef Frauenlob: Ich persönlich habe in diesem Jahr – wie bestimmt auch viele andere – so einige neue Erkenntnisse gewonnen. Da war einerseits viel Solidarität und die ungebremste Einsatzbereitschaft der im Gesundheitswesen und in der Pflege tätigen Menschen. Aber auch wir, der Vorstand der Bank, haben während des gesamten Jahres sehr viel Solidarität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter erfahren. Für mich ist es deshalb jetzt eine gute Gelegenheit, mich dafür bei unseren Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich zu bedanken. Leider könnte man in diesem Jahr aber auch sehen, dass es einem nicht ganz unwesentlichen Teil unserer Gesellschaft an Empathie fehlt. Der Egoismus darf niemals so weit gehen, dass wir uns einfach keine Gedanken um Leben und Tod unserer Mitmenschen machen. Mir wurde in diesem Jahr wieder besonders bewusst, in welch wunderschönen Gegend wir leben. Wir können vor die Haustüre gehen, in die Natur, an die frische Luft. Das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich sehr dankbar.

Aus Sicht der Bank sind wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der Wert persönlicher und vertrauensvoller Beziehungen während diverser Lockdowns für uns und für viele unserer Kunden ganz deutlich sichtbar wurde. Das Gefühl persönlicher Nähe in einer sozial distanzierten Zeit zu vermitteln ist sicher nicht Sache einer Online- oder Smartphone-Bank und wenn die Krise eine Chance für uns als Genossenschaft birgt, dann zählt jeder Kontakt zu unseren Kunden dazu.

OVB24: Damit lassen wir das vergangene Jahr ruhen und richten einen Blick auf das kommende Jahr 2021. Was erwartet uns?

Josef Frauenlob: 2021 treffen uns die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wir erwarten aber auch positive Nachholeffekte. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die wirtschaftliche Existenz unserer Kunden in den vor uns liegenden schwierigen Zeiten zu bewahren und sie mit Rat und Tat zu unterstützen. Das ist eine Aufgabe, der wir gerecht werden möchten. Darüber hinaus hat uns Corona noch ein anderes Thema auf den Tisch gelegt, nämlich eine stark beschleunigte digitale Transformation und das wird die zweite große Herausforderung der nächsten Jahre sein. Das umzusetzen bedeutet für uns allerdings nicht, unsere regionale Präsenz in Frage zu stellen. Ganz im Gegenteil: Gerade das vertrauensvolle Verhältnis zu unseren Kunden und die persönlichen Beziehungen zu unseren Mitarbeitern vor Ort und die Filialen an sich sind der Dreh- und Angelpunkt unseres Geschäftsmodells und das stellen wir weder gegenwärtig noch zukünftig zur Disposition.

OVB24: Vielen Dank Herr Frauenlob, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit uns auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Ihre VR Bank ist persönlich für Sie erreichbar, vor Ort, telefonisch oder online.